Reisebericht Oman

28.07.2017 00:00 |

Das erste was mir zum Oman einfällt? Wahrscheinlich traumhafte Ruhe. Damit ist auch das Wesentliche dieses Urlaubsziels klar umrissen. Im Gegensatz zur glamourösen Schwester Dubai, ist hier alles weniger bling-bling, weniger bunt und vor allem sehr viel ruhiger.

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Zugegebenermaßen stand der Oman tatsächlich nicht unbedingt ganz oben auf meiner Reiseliste.  Bei der Wahl des Reiseziels ging es erstmal vorrangig um das dortige Tauchgebiet. Ein planktonreiches Gewässer, das unter anderem prächtige Walhaie verspricht, stand eindeutig im Vordergrund.

 

Das Land

Der Oman ist in den letzten Jahren zu einem echten Geheimtipp avanciert. Das liegt daran, dass das Land eine unbeschreibliche Natur hat und dabei flächenmäßig fast so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland. Zerklüftete Gebirgsketten, wilde Schluchten und grüne, verzauberte Oasen beeindrucken auch den Vielgereisten. In vielen Gegenden ist die Natur noch immer unberührt und das mag auch an den nur knapp 3 Millionen Einwohnern liegen oder daran, dass das Sultanat Oman keinen Massentourismus etablieren möchte. Es wird viel Wert auf ökologische Nachhaltigkeit und das Nahebringen der eigenen Kultur gelegt.

 

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Das Ressort

In Einklang mit dem Wunsch des Sultanats nach einem langsam und gesund wachsenden Tourismus, ist das Zighy Bay Six Senses im nördlichen Teil der Musandam Halbinsel eine Perle in ziemlicher Abgeschiedenheit. Es hat den Anschein als würde die Zeit hier stehenbleiben. Das erste was mir auffiel, war die herrliche Ruhe. Nur hier und da waren andere Gäste zu sehen, alle schienen tiefenentspannt – schon mal ein guter Start.

 

Jeder Gast bewohnt eine von 86 privaten Villen, diese richten sich in ihrer Größe nach der Anzahl der Gäste und da wir nur zu zweit waren, hatten wir entsprechend die kleinste Villa des Ressorts gebucht. Beim Betreten fühlte es sich zum ersten Mal an, als wären wir bei Freunden zu Besuch und nicht in einem Ressort. Sicherlich liegt das auch an dem Prinzip des Zighy Bay Six Senses: Jedem Haus wird ein GEM (Guest Entertainment Manager) zur Seite gestellt. Ähnlich einem Butler kümmert sich dieser um alle Belange des Gastes, wird aber eben nicht Butler, sondern GEM genannt und begegnet dem Gast auch durchaus auf Augenhöhe.

 

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Do

Tauchen. Alle Tauchspots liegen außerhalb und werden entsprechend mit dem Boot angefahren. Wenn keine Wochenendtouristen aus Dubai zugegen sind, hat man die schönen Spots ganz für sich – Träumchen!

 

Wassersport. Von Stand-up Paddling (ist anscheinend ziemlich hip, also gutes Instagram Motiv...) über Kayaking bis zum Hochseefischen kann man sich den ganzen Tag köstlich selbst unterhalten.

 

Essen. Es stehen 6 Restaurants zur Verfügung, die alle unterschiedliche Schwerpunkte haben. Sicherlich ist das Highlight das wöchentliche Beach BBQ – mit fangfrischem Fisch und Hummer, frischem Gemüse (zum Teil aus dem eigenen Gemüse- und Kräutergarten) und ohne Ressortband oder Tanzanimation.

 

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Ein Erlebnis ist auch ein Dinner im Restaurant „Sense On The Edge“, welches oben auf einem Berg thront. Mit atemberaubendem Blick, Sterne-verdächtigem Essen und bei glasklarem Himmel kann man schon mal den Alltag leicht vergessen.

 

Ziegen gucken: Um das Ressort herum, vertreiben ganze Ziegenherden sich die Zeit mit Dösen, Fressen und Spielen.

 

Don’t

Oman mit Dubai verwechseln.

Overdressen, bleibt aber natürlich jedem selbst überlassen.

Telefonieren (zumindest in den Restaurants ist dies nicht erwünscht).

Zahnseide oder anderes Banales zuhause vergessen (eine ordinäre Oral B Zahnseide kostete im Ressort-eigenen Shop umgerechnet 18€).

Kein Buch mitnehmen.

 

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